Das andere Leben

 

Manchmal braucht es einen tiefen Fall, um endlich die Augen zu öffnen, für die Schönheit des Lebens, das Wunder Natur, das Mysterium des Seins. Manchmal braucht es einen tiefen Fall, um in tiefes Vertrauen zu kommen, um die Verrücktheit des eigenen Tuns, das Vorbeileben am Leben, das sinnlose Nachjagen hinter vollkommen unwichtigen Dingen zu erkennen, um loslassen zu können, um sich staunend dem Fluss des Lebens hingeben zu können. Manchmal braucht es einen tiefen Fall. Er kann das größte Geschenk sein, das man jemals bekommen hat.

Das Buch ist aus Dankbarkeit darüber entstanden, dass ich, nachdem mein Körper ein sehr deutliches „Nein, so nicht!“ gesagt hat, mein Leben wieder genießen kann, sogar mehr als jemals zuvor und dem Wunsch, Menschen, die sich gerade in ähnlichen Situationen befinden, Mut zu machen. Es birgt außerdem die Hoffnung, dass auch andere die Chance, die im Zusammenbruch liegt, sehen und erkennen, dass Veränderung möglich ist, jeden Tag. Es ist ein Aufruf, die VERRÜCKTheit der Welt aus der Sicht eines Beobachters oder einer Beobachterin zu betrachten und stopp zu sagen. Das Buch soll Mut machen, zu einer Reise zu sich selbst. Es soll Mut machen, Dinge zu hinterfragen, das Leben als solches nicht als gegeben hinzunehmen. Leben darf Freude machen. Und Liebe darf Freude machen. Auch das will das Buch vermitteln. Denn ich wage zu behaupten, letztendlich sehnt sich der Mensch nach nichts anderem, als nach Geborgenheit und Liebe, nach wahrgenommen werden. Es liegt an uns, uns das zu geben.

Ich habe die Rückmeldung bekommen, dass mein Buch für Verlage uninteressant ist, weil man es nicht zuordnen kann. Es ist nicht klar, ob es der Kategorie Lebenshilfe, Roman oder welcher auch immer angehören soll. Das finde ich schön. Es verbindet mich mit meinem Buch, weil auch ich habe nicht vor, mich im Leben jemals wieder zuordnen zu lassen.